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September Guillaume Depardieu spieltGeboren 7.4. 1971 in Paris. Sein Vater ist Superstar Gérard Depardieu, mit dem ihn Zeit seines Lebens eine explosive Beziehung verband. Bereits im Kindesalter begleitete Guillaume seinen Vater zu Dreharbeiten. Bekannt wurde er 1991 mit Alain Corneaus preisgekröntem Historienfilm "Die siebente Saite", in dem er gemeinsam mit seinem Vater spielte. Für diese Rolle wurde er ein Jahr später für den César als Bester Nachwuchsdarsteller nominiert. Nach einer weiteren Nominierung für „Der Killer und das Mädchen“ (1993) erhielt er den begehrten "César" schließlich 1996 für "Die Anfänger". Nach Leos Carax´ "Pola X" (1999) konnte er für ein paar Jahre nicht mehr an frühere Erfolge anknüpfen, obwohl er regelmäßig im französischen Kino und im Fernsehen agierte. Im Oktober 1995 erlitt er einen Motorradunfall, in dessen Folge ihm nach jahrelangen Schmerzen und 17 Operationen im Juni 2003 ein Bein amputiert werden musste. 2004 veröffentlichte er seine Autobiografie "Tout donner", die in Deutschland unter dem Titel "Im Schatten meines Vaters" erschien, und in der er unter anderem auch auf sein chaotisches Leben blickte, in dem er mehrfach durch Alkohol, Drogen und Prostitution mit dem Gesetz in Konflikt kam. Zwischenzeitlich zerstritt er sich auch öffentlich mit seinem Vater. Am 13. Oktober 2008 verstarb Guillaume Depardieu im Alter von 37 Jahren in einem Krankenhaus in Garches (nahe Paris) an den Folgen einer akuten Lungenentzündung, die durch eine Virusinfektion bei Dreharbeiten in Rumänien ausgelöst worden war. Posthum erhielt er 2009 für die Rolle des Damien in "Versailles" eine Nominierung für den César als Bester Hauptdarsteller. aus dem Presseheft zu dem Film "Versailles" Pressestimmen:"Versailles" ist ein leises, zartes und doch ungemein kraftvolles Stück Kino über Freiheit und Verantwortung. Und keine Geste, kein Wort ist hier zuviel. Guillaume Depardieu, der rebellische, eigensinnige und ein wenig haltlose Sohn seines Vaters, darf hier all das auch sein: rebellisch, eigensinnig, haltlos. Was für eine spröde, zarte Annäherung zwischen dem Mann und dem Kind. Und irgendwann, nur für den Jungen, kehrt Damien zurück ins wirkliche Leben, das ihm nur ein Scheinleben für Scheinlebendige ist. Kerstin Decker, Tagesspiegel Ergreifend, ohne sentimental zu sein. Ein beeindruckendes Debüt von Pierre Schoeller, der die Historie des Ortes Versailles ins Heute kehrt. Michael Althen, FAZ In einfachen, klaren Bildern zeichnet der Film den Alltag abseits der bürgerlichen Gesellschaft nach, ohne dessen Härten auszusparen, gewinnt dem Leben seiner Protagonisten aber auch immer wieder Momente der Schönheit ab. So wird der Film zur vielschichtigen Reflexion über Lebensstile, bürgerliche Normen, Freiheitsvorstellung und falsche Sicherheiten. Esther Buss, Filmdienst Ein wunderbarer Film über das Leben am Rande von Paris. Michael Kohler, Frankfurter Rundschau Guillaume Depardieu ist in einer seiner letzten Rollen als Anarchist mit unverbrüchlichem Glauben an die gesellschaftliche Ordnung das moralische Zentrum des Films. "Ohne Mut", sagt er, "ist man nichts". Gerhard Midding, tip Berlin |
