Rückschau (2001-2006)

Perlen 2006: Zehn Jahre lesbisch-schwules Filmfest Hannover
24. – 29. Oktober 2006, Kino im Künstlerhaus

Zum zehnten Mal präsentierte das Lesbisch-schwule Filmfest Hannover Festival-Highlights und seltene Filmperlen aus Europa, Kroatien, Asien, Südamerika, Kanada und den USA.
Ein Grund zu feiern !

So hatte das Festivalteam einen eigenen Trailer in Auftrag gegeben, der das Jubiläumspublikum vor jedem Perlen-Film in Festivalstimmung versetzte.

Wieder wurden die Besucherinnen und Besucher ihren Festival-Favoriten mit der „Goldenen Perle“ auszeichnen - bei der Teilnahme waren spannende Preise zu gewinnen.

Eröffnet wurde das 10. Perlen-Filmfest mit den traditionellen Pearls for Girls and Boys, einer Kurzfilmauswahl der letzten zwei Jahre. Darunter das deutsche lesbisch- erotische Kurzfilm-Musical Der Hammer, der kanadische Film Cairo Calling, in dem Ashmeds gut eingerichtetes schwules Leben ins Trudeln gerät, als seine Mutter mit Heiratsplänen für den Sohn nach Montreal kommt. Mit Mostly Willing aus Frankreich, in dem bei einer Meinungsforschungsumfrage plötzlich der Blick in die Augen mehr zählt als der Geschmackstest des Schokopuddings. Und unter anderen mit dem ebenfalls französischen Kurzfilm Odile, bei dem die Begegnung mit einer rothaarigen Erinnerung zur Flucht aus der staubigen Bäckerei verhilft.

Neben dem Eröffnungsprogramm erwartete das Perlen-Publikum drei weitere bunte Kurzfilmprogramme. Die Pearls for Girls, die Pearls for Boys und speziell zum Jubiläum TEDDY TWENTY- PEARLS TEN, eine Auswahl der besten lesbisch- schwulen Kurzfilme der letzten 20 Jahre der Berlinale.

Ein weiterer Höhepunkt waren am Samstag die Wunderperlen: Die Jubiläumsparty im Künstlerhaus in Kooperation mit den 7 Weltwundern.
Neben der absoluten Partymusik glänzte der Live-Act mit OCÈAN LE ROY, einE traumhaft schöneR WandlerIn zwischen den Geschlechtern. Mit beeindruckender Stimme, eigenen Songtexten und einmaliger Bühnenpräsenz verzauberte OCÈAN LE ROY das weibliche wie männliche Publikum.

Eine weitere besondere Perle reihte sich beim Sonntagsbrunch mit dem britischen Kostümfilm Fingersmith in das Jubiläumsprogramm. In 180 spannende Minuten unterbrochen von kulinarischen Sinneseindrücken entführte Aisling Walsh nach „Tipping the Velvet“ (2004) das Perlenpublikum hier in das viktorianische England.

Das gesamte Programmspektrum reichte von dem durch seine Authentizität bestechenden lesbischen Comingout-film (Sonja) über den Berlinale 2006 Teddygewinner für den besten Dokumentarfilm (AU –DELA DE LA HAINE) bis zum lesbischen Porno der besonderen Art (Dominatrix Waitrix).

Es gab Spielfilme, wie The blossoming of Maximo Oliveros dem Gewinner des Teddy 2006 des philippinischen Filmemachers Aureaus Solito, in dem der 12 jährige Maximo voll Selbstvertrauen Mädchenkleider trägt, Liebesfilme sieht und der Familie den Haushalt führt, bis er sich in den neuen Polizisten verliebt.

In Gypo beschreibt die Regisseurin Jan Dunn das Zerbrechen einer Ehe und die entstehende Liebe zwischen Helen und der Freundin ihrer Tochter und illegalen Migrantin Tash.

Go West spielt im Bosnienkrieg und begleitet Milan und seinen muslimischen und Cello spielenden Lebensgefährten auf der Flucht in sein serbisches Heimatdorf. Dort wird aus Kenan Milans Ehefrau Milana. Ein mutiges Spielfilmdebüt zwischen Tragödie, Komödie und (Italo-)Western. 

In Both von der US-amerikanischen Filmemacherin Lisst Barcellos findet Rebecca weder in der Sexualität zu Männern noch zu Frauen Befriedigung, bis sie in dem Fotoalbum ihres angeblich verstorbenen kleinen Bruders ihre eigene Identität entdeckt.

Neben den Spielfilmen präsentierte das Festival auch wie gewohnt eine Auswahl neuer Dokumentarfilme. So zum Beispiel Reporter Zero von Carrie Lozano, der die Geschichte von Randy Shilts erzählt, dem Reporter, der Anfang der 80er als Erster über die Entdeckung des AIDS-Virus berichtete. In Knock out stellte uns die Filmemacherin Tessa Boermann die unbesiegte Boxerin Michele Aboro vor. Sie ist schwarz, lesbisch, androgyn und laut Fernsehanstalten schlecht zu vermarkten. Tintenfischalarm von Elisabeth Scharang begleitet Alex von female to male.

Ihren Abschluss fanden die Perlen mit dem US-amerikanischen Remake von „Mädchen in Uniform“: Loving Annabelle, die erfolgreich gegen die strengen Regeln ihrer katholischen Mädchenschule rebelliert und die Lehrerin Simone vor eine Entscheidung stellt.

Hier sind ca. die Hälfte aller Filme genannt, die neugierig machen sollten auf ein buntes, vielseitiges Jubiläumsprogramm mit viel Witz, Liebe, Sex, großen Gesten, ernsten Tönen, Sinnesrauschen, Mut, Wagnis, Zwischentönen und großes Feiern!


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Perlen 2004: Lesbisch-schwules Filmfest
26. - 31. Oktober 2004 im Kino im Künstlerhaus, Hannover


Zum achten Mal präsentierte das lesbisch-schwule Filmfest Hannover internationale Festival-Highlights und seltene Filmperlen. Auf dem Programm standen rund 50 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme aus Europa, Asien, Afrika und den USA.

Das Spektrum reichte vom preisgekrönten Doku-Portrait (The Nomi Song) bis zum rasanten Roadmovie (Gasoline), vom etwas anderen Familienfilm (Cachorro) bis hin zum schrägen Sixties-Melodram (Die Mommie Die).

Goldfish Memory erzählte von der verzweifelten Suche nach der Richtigen in Dublin, Proteus von Rassismus und Schwulenhass im 18. Jahrhundert auf Robben Island, Wild Side von der ungewöhnlichen Liebe dreier Außenseiter in der französischen Provinz.

In der Action-Komödie D.E.B.S. begleiteten wir vier smarte Agentinnen auf geheimer Mission. Cowbos and Angels ließ uns teilhaben an der überraschenden Verwandlung eines „Land-Eis“. Und in Teknolust schlug sich Tilda Swinton in gleich vierfacher Ausführung mit Allmacht und Tücken der reproduktiven Technologien herum.

Ein Schwerpunkt des Festivals war dem Thema „Alte Lesben und Schwule“ sowie den Beziehungen zwischen den Generationen gewidmet: Ruthie and Connie portraitierte zwei couragierte jüdische Großmütter aus Brooklyn, die seit 27 Jahren ein Paar sind. Flammend´ Herz stellte drei Männer zwischen 85 und 91 Jahren und ihre große Tätowier-Leidenschaft vor. Der Programmblock hannover filmt queer präsentierte eigens für die Perlen produzierte Kurzfilme aus Hannover zum Thema „Alt und Jung“.

Ihren Abschluss fanden die Perlen mit dem bewegenden Transgender-Drama Beautiful Boxer. Es erzählt die (wahre) Geschichte des Thaiboxmeisters Nong Toom, der sich mit seinen Erfolgen im Kampfsport die heiß ersehnte Geschlechtsumwandlung erkauft.

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Perlen 2003: Lesbisch-schwules Filmfest
21. - 26. Oktober 2003, Kino im Künstlerhaus, Hannover


Zum siebten Mal präsentierten die Perlen internationale Festival-Highlights aus Europa, Asien, Lateinamerika und den USA.

Eröffnet wurde das Filmfest mit einer Kurzfilm-Auswahl der letzten zwei Jahre, darunter "Kostbare Augenblicke", der diesjährige Teddy-Gewinner von L.D. Krutzkoff Jacobsen und "D.E.B.S." von Angela Robinson mit der ultimativen lesbischen Antwort auf "Drei Engel für Charlie". Im Anschluss war Martin Heim mit den "Male Babes" mit Pop, Rock und Chanson zu Gast.

Das weitere Programmspektrum reichte vom Stone Butch Blues aus Sri Lanka ("Flying with one wing") über Jochen Hicks neuen Dokumentarfilm über Schwule in der schwäbischen Provinz ("Ich kenn keinen - Allein unter Heteros") bis hin zum brillianten Remake von Fassbinders Lesben-Klassiker "Die bitteren Tränen der Petra Kant" ("Politics of Fur").

Olivier Ducastel und Jacques Martineau (bekannt durch "Felix") waren mit ihrem neuen charmanten Coming-Out-Film "Mein wahres Leben in der Provinz" vertreten, Barbara Teufel geht in "Die Ritterinnen" auf die Spuren der eigenen autonomen Frauen-/Lesben WG im Berlin der 80er Jahre und Dokumentarfilmerin Louise Hogarth setzt sich mit dem neuen Phänomen der "Conversion Parties" in den USA auseinander, auf denen sich junge Schwule gezielt vom HI-Virus infizieren lassen ("The Gift").

Zu Gast beim Perlen Festival 2003 waren junge FilmemacherInnen vom Medienprojekt Wuppertal mit ihrem Kurzfilmprogramm "queer-gefilmt" und die Buchautoren Manuela Kay und Axel Schock (Out im Kino: Das lesbisch-schwule Filmlexikon), die - mit vielen Filmausschnitten im Gepäck - durch 80 Jahre lesbisch-schwule Filmgeschichte führen.

Ihren Abschluss fanden die Perlen mit dem Beautiful Thing - Nachfolger "Alles wegen Benjamin" und der spritzigen Komödie "My Mother likes Women": Um den eigenen Erbanteil zu sichern, versuchen drei Töchter alles, um ihre frisch verliebte Mutter und deren Freundin auseinander zu bringen. Charmantes Erzählkino mit wunderbaren Darstellerinnen, darunter Spaniens neuem Shooting Star Leonor Watling ("Sprich mit ihr") und Rosa Maria Sardá ("Alles über meine Mutter").

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Perlen 2002: Lesbisch-schwules Filmfest
22. - 27. Oktober 2002, Kino im Künstlerhaus, Hannover


Zum sechsten Mal präsentierten die Perlen internationale Festival-Highlights aus Europa, Asien, Lateinamerika und den USA.

Eröffnet wurde das Filmfest mit preisgekrönten Kurzfilmen der letzten zwei Jahre, darunter Celebration, der diesjährige Teddy-Gewinner von Daniel Stedman und Stuck, eine bitterböse Beziehungsstudie über ein alterndes Lesbenpaar von Kultregisseurin Jamie Babbit.

Das weitere Programmspektrum reichte vom ersten lesbischen Spielfilm aus China (Fish and Elephant) über eine beklemmende schwule Lovestory in Kolumbiens Drogenhauptstadt Medellín (Our Lady of the Assassins) bis hin zum zwiespältigen Ausflug in die Cyber-Welten des Internets (On_Line). Gleich zwei Filme entführten ins sommerliche Barcelona: Ventura Pons´ Coming Out-Komödie Food of Love erzählt von der ungleichen Liebesgeschichte zwischen dem talentierten Musikstudenten Paul und dem berühmten Konzertpianisten Richard. In Susan Seidelman´s schwarzer Thrillerkomödie Gaudí Afternoon verstrickt sich Privatdetektivin Cassandra in ein mysteriöses Puzzle aus Kidnapping, falschen (Gender-)Identitäten und rätselhaften Familienbeziehungen.

Ein Festivalschwerpunkt war der Transgender-Thematik gewidmet:Die Dokumentarfilme XX TO XY, Ines&Paul und Venus Boyz loten die ganze Bandbreite zwischengeschlechtlicher Identitäten aus und begleiten Drag Kings und KünstlerInnen auf ihre Reise jenseits von Weiblich- und Männlichkeit. Mit Ernst Lubitsch´s Hosenrollen-Komödie Ich möchte kein Mann sein aus dem Jahr 1919 steht ein frühes Beispiel für die Auseinandersetzung und das Spiel mit den Geschlechterrollen auf dem Programm.

Ihren Abschluss fanden die Perlen mit einem neuen Kultmusical aus den USA: Hedwig and the Angry Inch, eine schräge Mischung aus transsexueller Identitätssuche und glamouröser Rock-Oper, wurde mit dem Teddy 2001 als bester lesbisch-schwuler Spielfilm ausgezeichnet.

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Perlen 2001: Lesbisch-Schwules Filmfest
23. bis 28. Oktober 2001, Kino im Künstlerhaus, Hannover


Zum fünften Mal präsentieren die Perlen, Hannovers lesbisch-schwules Filmfest, sechs Tage lang 30 internationale Festival-Highlights aus Europa, Asien, Lateinamerika und den USA.

Den Auftakt macht Fairies, der neue Film des türkisch-italienischen Regisseurs Ferzan Ozpetek, der schon mit seinem großen Erfolg „Hamam – das türkische Bad“ bei den Perlen zu Gast war. In Fairies erzählt Ozpetek vom Leben einer liebenswert-schrägen italienischen Wohngemeinschaft, in der Schwule und Lesben, Einheimische und Migranten, Tunten und Heteros leben. Im Anschluss an den Eröffnungsfilm ist Malediva aus Berlin im Kino im Künstlerhaus zu Gast. Die beiden androgynen Chansonniers, ausgezeichnet mit dem Kritikerpreis der Berliner Zeitung, präsentieren Auszüge aus ihren Programmen „Große Kundsd“ und „Schaulaufen“.

Das Spektrum der weiteren Perlen-Filme reicht von der rasanten Komödie bis hin zum düsteren Action-Thriller. In Chutney Popcorn erzählt die indisch-kanadische Regisseurin Nisha Ganatra vom Leben zwischen den Kulturen und den Höhen und Tiefen einer lesbischen Mutterschaft. Krámpack wiederum beobachtet zärtlich das Coming Out des 17-jährigen Dani in einem kleinen Dorf an der spanischen Mittelmeerküste. In Julie Johnson brechen Lili Taylor und Courtney Love aus ihrem öden Vorstadtalltag als Hausfrau und Mutter aus. Plata Quemada (=Verbranntes Geld) erzählt aus dem Leben dreier Gangster in Buenos Aires – angesiedelt irgendwo zwischen Gewalt, Drogen, Machismo und schwulem Begehren.

Die mehrfach ausgezeichneten Dokumentarfilme des Filmfestes portraitieren ebenso mutige wie außergewöhnliche Persönlichkeiten: den Frau-zu-Mann Transsexuellen Robert, der an Gebärmutter-Krebs stirbt, weil sich Ärzte weigern, ihn zu behandeln (Southern Comfort), die 100-jährige Afro-Amerikanerin Ruth Ellis, die sich schon Anfang des letzten Jahrhunderts als Lesbe outete (Living with Pride) und den ersten offen schwulen jüdisch-orthodoxen Rabbi (Trembling before G-d).

Ihren Abschluss finden die Perlen 2001 mit der thailändischen Komödie The Iron Ladies: Ein aus Schwulen und Transsexuellen bestehendes Volleyball-Team mit einer lesbischen Trainerin gewinnt unter dem begeisterten Beifall des Publikums die Landesmeisterschaften. Kein Märchen, sondern eine wahre Geschichte, die sich vor fünf Jahren genau so in Thailand zugetragen hat.

Perlenprogramm 2006 (PDF)

 

Perlen 2017 | Das Festival

Grußwort von Oberbürgermeister Stefan Schostok zum Queer Film Festival Perlen 2017

Das Perlen-Programm 2017

Die Goldene Perle - Der Publikumspreis 2017

Grußwort von Oberbürgermeister Stefan Schostok zum queeren Filmfest Perlen 2016

Das Perlen-Programm 2016

Die Goldene Perle - Der Publikumspreis 2016

Perlen 2015 | Das Festival

Grußwort von Oberbürgermeister Stefan Schostok zum schwul-lesbischen Filmfest Perlen 2015

Die Goldene Perle - Die Gewinner 2015

Die Goldene Perle - Der Publikumspreis 2015

Das Perlen-Programm 2015!

Perlen 2014 | Das Festival

Grußwort von Oberbürgermeister Stefan Schostok zum schwul-lesbischen Filmfest Perlen 2014

Das Perlen-Programm 2014!

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