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Titel: Land: Person: Jahr:
 
Metropolis Titel: Metropolis
restaurierte Kopie

Regisseur: Fritz Lang
Land: Deutschland
Jahr: 1926
Länge: 147 Minuten
Sprachfassung: stumm
FSK: ab 6

Beschreibung

mit Alfred Abel, Gustav Fröhlich, Brigitte Helm, Rudolf Klein-Rogge, Fritz Rasp, Heinrich George

Eine Zukunftsstadt ist in zwei Bezirke eingeteilt: Herrenmenschen wohnen in Hochhäusern während die Arbeitermassen unter der Erde hausen. Der Sohn des Herrschers verliebt sich in eine Arbeiterführerin und es kommt zu einer Rebellion und einem schnulzigen Happy-End.
Metropolis gilt als der erste deutsche Science-Fiction-Film und übte doch eindeutige Sozialkritik. Die Menschenmassen und vor allem die riesigen Maschinen sind eindrucksvoll und viele tricktechnischen Aufnahmen stellten alles bisher dagewesene in den Schatten. Dem aufwendigen und horrend teuren Film blieb aber der Erfolg beim Publikum versagt und stürzte die Ufa in eine ernste Finanzkrise. sapo-media.de

"Metropolis" - Stadt der Zukunft: Oben leben die Herren im Luxus der Gärten und Paläste. Darunter, in der lichtlosen Unterwelt, schuften ihre ergebenen Arbeitssklaven an riesigen Maschinen. Als sich der Sohn des mächtigen Fabrikanten Fredersen in Maria, die heilige der Unterdrückten verliebt, greift der Industrielle zu einer List: Er läßt Maria, die Versöhnung statt Kampf predigt, entführen und beauftragt den Erfinder Rotwang, sie durch einen Roboter zu ersetzen. Dieser soll die Arbeiter aufwiegeln, um sie nach einer gescheiterten Revolte umso besser unterdrücken zu können. Das führt zu einer Katastrophe und mündet in Selbstzerstörung und Maschinenstürmerei. Doch am Ende siegt die echte Maria und versöhnt Kapital und Arbeit.
Mit hohem technischen Aufwand wurden alle Mittel des Expressionismus eingesetzt, um dem Film seine überragende optische und atmosphärische Wirkung zu verleihen: hohe, scharfe Häuserburgen im New Yorker Stil, strenge technische Abläufe in pulsierendem Rythmus, starke Licht- und Schatteneffekte. Die Kosten für diesen Aufwand überstiegen alles bis dahin Gewesene und brachten die Ufa an den Rand des Ruins.

"Eine Menschheitssinfonie von brausender Melodik und ehernem Rhythmus", so stellte die Ufa Metropolis bei der Uraufführung vor. Für seine Zukunftsvision ließ sich Lang von der nächtlichen Skyline New Yorks inspirieren; die Story dagegen orientierte sich an gängigen Kolportageromanen. (...) Metzler Filmlexikon, Stuttgart 1995

Die Zukunftsstadt Metropolis ist zweigeteilt: Glanz und Reichtum der "Oberstadt" sind den Besitzenden vorbehalten, die Arbeiter müssen unter der Erde ihr Dasein fristen. Durch einen Zufall lernt Freder, der Sohn des Industriemagnaten Fredersen, die "Heilige der Unterdrückten", kennen. Er folgt ihr in die "Unterstadt", wo sie gewaltlose Befreiung von den Herrschenden predigt. Maria und Freder gestehen einander ihre Liebe. Fredersen fürchtet um seine Macht und befiehlt dem Erfinder Rotwang, einen Maschinen-Menschen in Gestalt Marias herzustellen. Dieser soll das Proletariat zur Rebellion aufwiegeln, um einen Vorwand für seine endgültige Unterdrückung zu liefern. Die aufgwiegelten Arbeiter zerstören die Maschinenstadt; eine Flutkatastrophe, die Fredersen herbeiführt, bedroht die Kinder. Erst die von Freder befreite echte Maria kann die Kinder retten und den Aufstand beenden.
Metropolis war der bis dahin teuerste Film und da er nur einen Teil der Produktionskosten einspielte, stürzte er die UFA in eine ernste Finanzkrise.

"Metropolis" ist ein Science-fiction- und Monumentalfilm, der die Zukunft als Wiederkehr der Sklavenhalter-Gesellschaft auf dem höchsten Niveau der Technik darstellt: als Anti-Utopie. Dabei verbinden Lang und die Drehbuchautorin Harbou die Gegenwart der zwanziger Jahre (die sich nach oben ins Grenzenlose erstreckende Skyline von Metropolis ist der Manhattans nachempfunden; ...) mit mythischen und religiösen Elementen. Reclam Filmklassiker Band 1, 1995

Neben dem trivialen Plott steht die bildgewaltige Regieschöpfung Langs. Seine rhythmischen Massenszenen mit den Arbeitern der Tiefe, seine Vision vom Turmbau zu Babel und die der zukünftigen, von Bahnen und Straßen mehrgeschossig durchfurchten Zukunftsstadt sind noch heute Höhepunkte des utopischen Filmgenres, wie sie der deutsche Film später nicht mehr realisieren konnte.

...Wiederherstellen ließ sich ein Teil der ursprünglichen Szenenfolge. Zum ersten Mal ist es möglich, Metropolis in einer fotografischen Qualität zu sehen, die dem Bildeindruck der Premierenkopie im Jahre 1927 sehr nahe kommen dürfte. Mit der nun vorliegenden Fassung kommen die Versuche verschiedener Filmarchive (vor allem des Staatlichen Filmarchivs der DDR und des Münchner Filmmuseums), diesen monumentalen Film zu rekonstruieren und zu sichern, zu einem erfolgreichen Abschluß.