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Titel: Fliegen und EngelDokumentation
Regisseur: Kerstin Stutterheim / Niels Bolbrinker
Land: Deutschland
Jahr: 2010
Länge: 99 Minuten
Sprachfassung: russisch / englisch
Untertitel: deutsch
FSK: ohne Altersbeschränkung
Beschreibung
Vor allem Fliegen und Engel bevölkern das Werk von Kabakov. Dazu treten oft Nachbarn, die von einem unerhörten Knall aus dem Schlaf gerissen werden, ein Mann, der sich in eine Leinwand-Welt hineinbegeben kann, die Mutter, die von unvorstellbaren Lebensumständen erzählt. Fliegen stehen für die miserable, schmuddelige Alltagsrealität. Für die Vision eines besseren, humanen Lebens treffen wir auf Engel. All diese Geschichten sind zumeist in eine sanfte Ironie getaucht und erzählen von der lebensrettenden Kraft der Imagination.
Kabakov ist einer der letzten großen Utopisten, der mit desillusioniertem Blick auf das 20. Jahrhundert und dessen Trümmer schaut und dennoch auch in Zeiten der pessimistischen Stagnation mit menschlicher Wärme und einer ausgeprägten Einbildungskraft in der Lage ist, sich und damit uns andere Welten vorzustellen.Der Film erzählt diese Geschichten, zu denen auch die Geschichte von Kabakov selbst gehört, und macht sich mit ihm und seinen Protagonisten auf den Weg in eine lichte Zukunft. realfictionfilme.de
Ilya Kabakov ist einer der weltweit bedeutendsten bildenden Künstler der Gegenwart – Maler, Zeichner, Illustrator und Installationskünstler. Aufgewachsen in der Sowjetunion in der Zeit unter Stalin, hat er die historischen Phasen bis zu Gorbatschow mit mehr oder weniger starken Repressalien, voller gescheiterter Utopien und schwierigen bis schwierigsten Bedingungen für Künstler erlebt. In den 80er Jahren verließ er anlässlich seiner ersten Einzelausstellung im Westen das Land. Anfang der 90er Jahre hatte er in New York eine große Ausstellung – dort traf er seine Jugendliebe Emilia wieder – kurz darauf heirateten sie und seitdem leben und arbeiten sie zusammen in der Nähe von New York. In ihren Installationen und seinen zahlreichen Zeichnungen und Gemälden verarbeitet Kabakov traumatische Erlebnisse vom Leben in Armut und unter den Zwängen eines degenerierten politischen Systems. Mit hintergründigem jüdischem Witz schafft er in seinen Werken einen Kosmos von Gegenwelten, die die Erdenschwere des sozialistischen und postsozialistischen Lebens weit hinter sich lassen, aber auch die westliche Welt der Gegenwart reflektieren. Der Film verknüpft die Kunsträume des Kabakovschen Universums mit Bildern aus dem Alltag, spürt der Wirklichkeit nach, aus der heraus die Arbeiten entwickelt wurden. Ilya und Emilia Kabakov geben in Interviews und Gesprächen einen Einblick in die Zusammenhänge von Biographie und künstlerischer Arbeit, verbinden so Privates und Politisches. "Fliegen und Engel" ist ein Film über die menschliche Phantasie und Erfindungsgabe, ein Film über die Möglichkeit, in Zeiten des Stillstands Visionen und Utopien zu entwickeln, die einem ermöglichen, seine Würde zu bewahren und auch schreckliche Zeiten zu überleben. Der Film konzentriert sich auf seine ‚totalen’ Installationen, zeigt aber auch jüngere Installationen, die auf diese Phase Bezug nehmen und sie in die Gegenwart weiter führen. "Fliegen und Engel" ist kein faktisches Porträt des Künstlerpaares Kabakov, sondern die Darstellung und Montage der Welten Kabakovs, in denen natürlich auch er selbst lebt. Ein großer Teil der knapp 200 Installationen, die Kabakov in den letzten drei Jahrzehnten schuf, greift Ereignisse und Erlebnisse aus seiner eigenen Biographie auf. Die Erzählweise des Films folgt dem Vorgehen Kabakovs, kehrt dieses jedoch um: Der Film spürt in seinen Arbeiten auch seiner Biographie nach. Diese wird nicht bis ins Detail entwickelt, sondern entscheidend sind hier die Ereignisse, die für ihn von tieferer und weitreichender Wirkung waren und sich in seiner Kunst spiegeln: die Metamorphose eines Lebens in die Kunst. realfictionfilme.de
Kaum ein sowjetischer Künstler hat die Gegenwartskunst so sehr geprägt wie der 1933 geborene Ilja Kabakow, der später gemeinsam mit seiner Frau Emilia arbeitete. Ihre Installationen schaffen ein Gegengewicht zur als hart empfundenen Alltagsrealität, und so dominieren besonders die Themen "Fliegen" und "Engel" ihre Werke. Während die Fliegen für den Schmutz in unserer Welt stehen, sind die Engel der Inbegriff des Guten. Damit gelingt es dem Künstler, Utopien zu entwerfen und die Imagination anzuregen. In Interviews und Gesprächen gewährt er einen Einblick in sein Schaffen.
Ein Film über die menschliche Kraft der Imagination und Fantasie, die im schnellen Sog des Alltags unterzugehen drohen. "Fliegen und Engel" fokussiert Ilja Kabakows bekannte "totale Installationen", ohne dabei seine älteren Werke außer Acht zu lassen und reflektiert damit auch die Intention des Künstlers, mittels Utopien und Visionen schwere Zeiten zu überwinden. Anhand von Kabakows Werken wird die Biografie des Künstlers nachempfunden, was die Dokumentation besonders authentisch macht. kino.de
"Fliegen und Engel" ist ein Film über die menschliche Phantasie und Erfindungsgabe, ein Film über die Möglichkeit, in Zeiten des Stillstands Visionen und Utopien zu entwickeln, die einem ermöglichen, seine Würde zu bewahren und auch schreckliche Zeiten zu überleben.
Ilya Kabakov zählt weltweit zu den bedeutendsten bildenden Künstlern der Gegenwart. Es gibt kaum ein wichtiges Museum der Gegenwartskunst, das nicht wenigstens eine Arbeit von Ilya Kabakov präsentiert. Seit Jahrzehnten schafft er – gemeinsam mit seiner Frau Emilia – in seinen Installationen eine phantastische Welt, die einen Kontrapunkt zur brutalen Realität und ihren vielen gescheiterten Utopien darstellt.
Vor allem Fliegen und Engel bevölkern das Werk von Kabakov. Dazu treten oft Nachbarn, die von einem unerhörten Knall aus dem Schlaf gerissen werden, ein Mann, der sich in eine Leinwand-Welt hineinbegeben kann, die Mutter, die von unvorstellbaren Lebensumständen erzählt. Fliegen stehen für die miserable, schmuddelige Alltagsrealität. Für die Vision eines besseren, humanen Lebens treffen wir auf Engel. All diese Geschichten sind zumeist in eine sanfte Ironie getaucht und erzählen von der lebensrettenden Kraft der Imagination.
Kabakov ist einer der letzten großen Utopisten, der mit desillusioniertem Blick auf das 20. Jahrhundert und dessen Trümmer schaut und dennoch auch in Zeiten der pessimistischen Stagnation mit menschlicher Wärme und einer ausgeprägten Einbildungskraft in der Lage ist, sich und damit uns andere Welten vorzustellen.
Der Film erzählt diese Geschichten, zu denen auch die Geschichte von Kabakov selbst gehört, und macht sich mit ihm und seinen Protagonisten auf den Weg in eine lichte Zukunft. film.de
Ilya Kabakov zählt weltweit zu den bedeutendsten bildenden Künstlern der Gegenwart. Es gibt kaum ein wichtiges Museum der Gegenwartskunst, das nicht wenigstens eine Arbeit von Ilya Kabakov präsentiert. Seit Jahrzehnten schafft er – gemeinsam mit seiner Frau Emilia – in seinen Installationen eine phantastische Welt, die einen Kontrapunkt zur brutalen Realität und ihren vielen gescheiterten Utopien darstellt. Vor allem Fliegen und Engel bevölkern das Werk von Kabakov.
Der Film erzählt Engel-Geschichten, zu denen auch die von Kabakov selbst auch gehört, und macht sich mit ihm und seinen Protagonisten auf den Weg in eine lichte Zukunft. rhein-zeitung.de
Dokumentation über den ukrainischen Künstler Ilya Kabakov, der 1987 die Sowjetunion verließ und international zusammen mit seiner Frau Emilia als Installationskünstler Karriere machte. Chronologisch angelegt, verfolgt der Film Lebensstationen und künstlerische Projekte Kabakovs, unterfüttert von Interviews, in denen Kabakov selbst sein Leben und Werk erläutert. Auch wenn dabei relativierende Blicke anderer Zeitzeugen außen vor bleiben, überzeugt das Porträt durch seinen ruhigen Erzählfluss und den respektvollen Blick auf das Künstlerpaar und dessen ebenso politisches wie poetisch-surreales Werk. film-dienst
