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Femme Brutal Titel: Femme Brutal

Regisseur: Liesa Kovacs/Nick Prokesch
Land: Österreich
Jahr: 2015
Länge: 70 Minuten
Sprachfassung: deutsch
FSK: ungeprüft

Beschreibung

Gibt es eine Botschaft, die der nackte Körper in die Gesellschaft tragen könnte? Wenn ja, dann welche  – und wie? Sieben Künstler_innen aus dem Club Burlesque Brutal in Wien berichten offen und ehrlich über das Leben auf und hinter der Bühne, über ihre Erlebnisse, über die Philosophien hinter ihren Performances. In den geistreichen wie witzigen Interviewsituationen dieses Dokumentarfilms berichten die Künstler_innen, wie sie zu ihren Bühnenpräsenzen gefunden haben, und diskutieren leidenschaftlich und inhaltsschwer über Identität, Sexualität, Fremdwahrnehmung, Selbstakzeptanz. Verhandelt werden Geschlechts- und gattungsspezifische Zuschreibungen, lesbischer Sex, der Mangel an weiblichen Comedians, aufoktroyierte Körperbilder oder eben auch die Überzeugung, dass der blanke Busen – wenn überhaupt irgendwohin – auf die queer-feministische Bühne gehört. Zwischen den Interviews schauen wir den Burlesque-Auftritten zu. Welche Wirkung haben die Performances auf uns? Irritierend, unerwartet, schön…? Anders. Manchmal bringt der Film zum Lachen und manchmal bleibt etwas im Hals stecken. Klar wird jedoch schnell, dass es bei den Performances nicht um die Darstellung eines gefälligen weiblichen Körpers geht, sondern um sexuelle Begierde, die zwischen Frauen(figuren) entsteht. Für jede der Künstler_innen haben die Auftritte eine andere Bedeutung. Unterschiedlich waren auch die Wege auf die Bühne: Eine fürchtete sich von Anfang an nicht, nackt vor die Augen des Publikums zu treten; für andere war es eine richtige Herausforderung. Sie sind sich nicht immer einig, warum die Kunst genau diese Form genommen hat, genießen aber in vollen Zügen das Bühnenleben, arbeiten aktiv und begeistert an szenischen Bildern, lieben, leben. 

Zu Gast: Liesa Kovacs und Nick Prokesch (angefragt)