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Chemsex Titel: Chemsex

Regisseur: William Fairman/Max Gogarty
Land: Großbritannien
Jahr: 2015
Länge: 83 Minuten
Sprachfassung: englisch
Untertitel: deutsch
FSK: ungeprüft

Beschreibung

Die Filmemacher William Fairman und Max Gogarty kommen in ihrer Dokumentation mit einer authentischen Szene aus dem
schwulen Alltag in London gleich zur Sache. Ein junger Typ sitzt auf seinem heimischen Sofa, plaudert und setzt sich währenddessen einen Schuss – in Schwulenkreisen als "Slamming" bezeichnet – und beginnt nach einer Weile unruhig auf Grindr nach einem Sexpartner zu suchen. Ein gutes Dutzend schwuler Männer erzählt Geschichten von tagelangen Sexsessions unter Crystal Meth, GHB, Ketamin und anderen chemischen Drogen, von grenzenloser Geilheit und völliger Entgrenzung beim Sex. Dank der Drogen, sagt einer der Interviewten, konnte er sich "wie ein Pornostar fühlen". Doch auch die Schattenseiten bleiben nicht unerwähnt wie zum Beispiel der Verlust des Jobs, der Wohnung, der damit verbundene soziale Absturz und immer wieder auch die gesundheitlichen Folgen. Fast alle der Interviewpartner haben sich im Laufe ihrer Chemsex-Karriere mit HIV, Syphilis oder anderen sexuell übertragbaren Krankheiten infiziert, vielen ist der Drogenkonsum deutlich ins Gesicht geschrieben. In CHEMSEX erzählen sie nicht nur offen über ihre Erfahrungen, sie lassen das Filmteam auch an ihrem Leben teilhaben – und damit sind Besuche in Sexclubs ebenso gemeint wie Chemsessions zuhause, auf privat organisierten Partys, aber auch der Gang zur Beratung in die Klinik für Sexualkrankheiten des staatlichen Gesundheitssystems NHS.

Ein Dokumentarfilm über ein brisantes und zunehmend relevantes Thema, der viele Zuschauer emotional nicht kalt lassen dürfte. CHEMSEX feierte seine Premiere im November 2015 auf dem International Documentary Filmfestival Amsterdam.