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Die guten Feinde Titel: Die guten Feinde

Regisseur: Christian Weisenborn
Land: Deutschland
Jahr: 2017
Länge: 90 Minuten
Sprachfassung: deutsch
FSK: ab 12

Beschreibung
Günther Weisenborn, Schriftsteller und Mitglied der Widerstandsgruppe Rote Kapelle, entkommt der Hinrichtung durch die Nazis nur knapp. 59 seiner Mitstreiter werden hingegen 1942 hingerichtet, unter ihnen seine Freunde Harro Schulze-Boysen und Arvid Harnack. Bis zu seinem Tod 1969 versucht Weisenborn zusammen mit Adolf Grimme, die zu Tode verurteilten Freunde zu rehabilitieren und den verantwortlichen Nazi-Richter Manfred Roeder zur Rechenschaft zu ziehen – vergeblich. Denn in der BRD gelten die Mitglieder der Gruppe als KGB-Agenten und Vaterlandsverräter. Selbst Stern und Spiegel gehen den Naziseilschaften, die bis in den BND reichen, auf den Leim. Und in der DDR wird die Geschichte der Widerstandskämpfer für kommunistische Propaganda missbraucht. Erst 2009 werden die Urteile gegen die Rote Kapelle offiziell aufgehoben. Der Filmemacher Christian Weisenborn erzählt in DIE GUTEN FEINDE das dramatische Leben seines Vaters, der für die 68er-Generation zum Vorbild werden sollte: die Geschichte eines jungen Intellektuellen, der Ende der 20er Jahren aus der rheinischen Provinz nach Berlin kommt, um hier Schriftsteller zu werden, und das Leben in der Boheme in vollen Zügen genießt, bis die Machtergreifung der Nazis alle Illusionen zerstört. Tagebuchaufzeichnungen, Briefe, Fotos, privat gedrehtes Filmmaterial und neu geführte Interviews mit Hinterbliebenen der Roten Kapelle geben intime Einblicke in die Ängste und Träume Weisenborns, seiner Frau Joy und ihrer mutigen Freunde – und erzählen von den abenteuerlichen Widerstandsaktionen der Gruppe, der es vor allem darum ging, über Hitlers Gräueltaten aufzuklären und eine Gegenöffentlichkeit gegen die Propaganda der Nazis zu schaffen. DIE GUTEN FEINDE ist das vielschichtige Porträt einer Gruppe von Freunden, die das Leben liebten und sich in den dunkelsten Zeiten der deutschen Geschichte entschieden haben, ihrem Gewissen zu folgen und mutig gegen das Unrecht der Nazis aufzubegehren. salzgeber.de

Der Filmemacher Christian Weisenborn begibt sich in „Die guten Feinde“ auf eine Reise in die Vergangenheit seiner Familie, genauer gesagt in die seines Vaters Günther Weisenborn, der sich im Widerstand gegen die Nazis engagierte. Günther Weisenborn gehörte zur sogenannten Roten Kapelle, einer losen Gruppierung von verschiedenen Widerstandsgruppen. Aufgrund seines Engagements im Widerstand wurde er 1942 von der Gestapo inhaftiert und entrann nur knapp einer Todesstrafe wegen Hochverrats. Nach der Kapitulation der Nazis und seiner Befreiung aus dem Gefängnis strengte er gemeinsam mit Adolf Grimme einen Prozess gegen den ehemaligen Richter Manfred Roeder an, der nicht nur ihn, sondern auch 52 andere Mitglieder der Roten Kapelle zum Tode verurteilt hatte – keine leichte Aufgabe im von Nazi-Altlasten geprägten Nachkriegsdeutschland. filmstarts.de

Zur Nazizeit verfolgt, nach Kriegsende als Verräter beschimpft – ein Schicksal, das viele Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime teilen. In "Die guten Feinde" erzählt Christian Weisenborn die Geschichte seines Vaters Günther Weisenborn, eines Theaterautors, der sich mit zahlreichen anderen Künstlern und Intellektuellen in der sogenannten “Roten Kapelle”, einem losen Verbund von Widerstandsgruppen mit Kontakten in die Sowjetunion, engagierte. Nur mit Glück entging er der Vollstreckung eines Todesurteils und versuchte nach dem Krieg verzweifelt, den ehemaligen Nazi-Richter Manfred Roeder vor Gericht zu bringen. kino-zeit.de