Filmarchiv
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Der Mann mit der Kamera Titel: Der Mann mit der Kamera
Originaltitel: Tschelowek S Kinoapparatom

Regisseur: Dsiga Wertow
Land: UdSSR
Jahr: 1929
Länge: 65 Minuten
Sprachfassung: stumm

Beschreibung


Was ist Kino? Vielleicht dies: Ein Ganzes (nennen wir es „die Wirklichkeit“) wird geteilt und wieder zusammengesetzt zu etwas Neuem (nennen wir es „den Film“), wobei nicht nur verschiedene Menschen, sondern auch verschiedene Maschinen zum Einsatz kommen. Die wichtigsten sind die Kamera, der Montagetisch und der Projektor.

Genau davon handelt Dziga Vertovs Film Der Mann mit der Kamera, entstanden 1929 in der Sowjetunion. Wie aus der Wirklichkeit Film wird. Wie aus einer alten Ordnung eine neue wird. Und was das eine mit dem anderen zu tun hat.
Georg Seeßlen in der ZEIT unter der Überschrift: Dziga Vertovs Erfindung des modernen Films

Einführung: Dr. Peter Struck


Dsiga Wertows Versuch, seine Theorien zu illustrieren und die Überlegenheit des Dokuments über die Inszenierung zu beweisen: Eine rasante Montage von Szenen aus den verschiedensten Bereichen des Stadtlebens vom Morgen bis zum Abend. Hauptakteur ist die Kamera mit ihren technischen Möglichkeiten, wobei der Zuschauer laufend über den Entstehungsprozess des Films orientiert wird. Dank der formalen Virtuosität und der der rhythmischen Gliederung ist der letzte Stummfilm des russischen Regisseurs noch heute ein faszinierendes Dokument und zugleich eine Reflexion über die Verhältnisse zwischen wahrgenommener und gefilmter Wirklichkeit. filmdienst.de